QUARTERLY
Ausgabe September 2021
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Liebe Freundinnen und Freunde der Alfred Herrhausen Gesellschaft,

das Herzstück der Demokratie: Zurück aus den Sommerferien weisen nicht nur Plakate unterschiedlichster Couleur darauf hin, dass es bald wieder soweit ist und wir wählen dürfen.

Am 26. September wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt, zudem in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag und in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. In Berlin und in Niedersachsen finden außerdem Kommunalwahlen statt.

Sage und schreibe 47 Parteien werden an der Bundestagswahl 2021 teilnehmen – und auch wenn wir mit Kugelschreiber unsere Kreuzchen auf einem papiernen Stimmzettel machen werden, sind dies Wahlen im digitalen Zeitalter. Der Wahlakt hat sich lange nicht verändert, doch aber Gesellschaft, Wirtschaft, Medienlandschaft – kurz, das System, in dem und für das wir unsere Vertreter:innen bestimmen.

Einige der Herausforderungen, die sich dadurch ergeben, beleuchten wir in unseren Projekten mit der Alliance of Democracies oder der Schwarzkopf Stiftung. Ein Update für unsere verstaubte Demokratie fordert gar in seinem #WeiterDenken20xx-Essay der angehende Journalist Till Uebelacker von der Kölner Journalistenschule.

Darüber hinaus geben wir in diesem Newsletter Einblicke in weitere Projekte – auch wenn diese sich nicht explizit mit dem Thema der Wahl befassen, dann doch mit dem Handeln und der Rahmensetzung staatlicher Institutionen. Ich wünsche eine anregende Lektüre.

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Dr. Anna Herrhausen
Geschäftsführerin
Inhalt
Europa
Frei Denken
Stadt
Fragen an das Kuratorium
Was unser Team inspiriert
Desinformation bei Wahlen
Auch wenn die kommende Bundestagswahl noch klassisch auf Stimmzetteln stattfinden wird, ist die Digitalisierung der Politik nicht aufzuhalten. Diese Entwicklung hält nicht nur große Chancen und Möglichkeiten für die demokratische Willensbildung bereit, sondern auch Risiken und unerwünschte Folgen wie beispielsweise Desinformationskampagnen oder Cyber-Angriffe. Dieser Wandel ...
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Digitales Europa
Mit der europäischen Gestaltung des digitalen Wandels hat sich die Alfred Herrhausen Gesellschaft im Rahmen des Projekts Digitales Europa 2030 befasst. Für einen besseren Umgang mit der Komplexität und der Unsicherheit, die uns umgeben, und um besser auf die Zukunft vorbereitet zu sein, ist es hilfreich, mögliche Szenarien für die Zukunft zu durch-...
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Digitale politische Bildung
Demokratische Werte im digitalen Kontext zu stärken, dieses Ziel verfolgen wir auch mit dem politischen Bildungsangebot Fellowship Digital Europe, das wir gemeinsam mit der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa anbieten. Vier junge Bildungsmacher:innen aus Armenien, Malta, Rumänien und der Türkei entwickeln dabei Workshopformate zum Thema digitale Öffentlichkeit und Teilhabe junger Menschen. Die daraus folgenden pädagogische Angebote richten sich an Schüler:innen ab 13 Jahren mit dem Ziel, sie zu demokratischer Teilhabe im virtuellen Raum zu befähigen.
Frei Denken
Ideen für eine offene Gesellschaft
Update für unsere verstaubte Demokratie – unter diesem Titel lotet Till Uebelacker, Schüler der Kölner Journalistenschule, in einem Essay das Potential einer digitalen Stimmabgabe aus. Angesichts der rasanten technischen Entwicklung und erster Länder, die bereits eine Wahl auf diesem Wege ermöglichen, scheint dieser Weg auch für Deutschland gangbar – zumindest für die übernächste Bundestagswahl. Die Vorteile der Stimmabgabe via Internet überwiegen für junge Menschen hierbei ganz klar. Umso wichtiger ist es, bereits im Vorfeld die Risiken zu kennen, um sowohl die Wähler:innen als auch die Technik bestens zu rüsten, damit unsere demokratische Willensbildung sichergestellt bleibt.

Unterschriften Federkiel und Partner Team

In unserem Projekt #WeiterDenken20xx in Kooperation mit der Kölner Journalistenschule geben wir der jüngeren Generation ein Forum für ihre Themen und Argumente zu den Schlüsselfragen der Zukunft. Lesen Sie mehr über die Meinungen von morgen.

Zum Beispiel den Beitrag Ich bin frei – und deshalb gefangen von Jakob Schreiber. Er schildert sehr eindrücklich, wie schwierig es oft nicht nur für junge Menschen ist, sich aus der Anzahl der schier unbegrenzten Möglichkeiten diejenigen herauszupicken, die das eigene Leben lebenswert machen. Die Qual der Wahl: für die einen ein Luxusproblem, für die anderen eine Frage mit nahezu philosophischem Charakter.
Der Bundestag fordert, Urbanisierung in Afrika zu unterstützen
Weltweit wachsen Städte rasant, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent. In der Verbesserung urbaner Lebensräume entscheidet sich in hohem Maße, ob die Weltgemeinschaft ihre Entwicklungsziele erreichen kann. Damit verbunden sind die Themen ökologische Nachhaltigkeit, soziale und politische Stabilität sowie wirtschaftliches Wachstum – mit allen Chancen und Risiken. Auch der Deutsche Bundestag begrüßte ...
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Die Bundestagswahl und ihre Auswirkungen auf das transatlantische Verhältnis
Themen wie Klimawandel und Digitalisierung sind schon längst globale Herausforderungen. Wie können wir sie gemeinsam mit internationalen Partnern angehen? Im Rahmen unseres Projektes New Urban Progress (NUP) widmen wir uns in der Paneldiskussion Forward to the Future: The German Elections & the Transatlantic View am 15. September der Frage, wie sich mögliche ...
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Fragen an das Kuratorium
Unser Kuratorium begleitet unsere Arbeit als Impulsgeber und Inspirationsquelle. Diesmal sprechen wir mit Prof. Dr. Martin R. Stuchtey, Professor für Ressourcenstrategien und -management an der Universität Innsbruck sowie Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von SYSTEMIQ.
Zum Interview
Was unser Team inspiriert
Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers
Stefan Zweig, Frankfurt am Main, 1970
Samuel Walker, Projektmanager Europa:

„In Zeiten, in denen wir ein bisschen zwischen ,der Welt von gestern‘ und ,der Welt von morgen‘ stehen, lohnt es sich, diesen Klassiker zu lesen und sich zu vergegenwärtigen, welche unfassbaren Umbrüche der europäische Kontinent schon durchgemacht hat. Stefan Zweig blickt zurück auf einen Zeitraum, der kurz vor dem Ersten Weltkrieg beginnt und mit dem Ausbruch des Zweiten endet. Durch die scharfsinnige Analyse der Umbrüche in dieser Zeit weist dieses Buch bis in unsere Gegenwart.“
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VisdP: Matthias Weber, Programmleiter Frei Denken und Leiter Kommunikation