AHG 28. April 2022

Medienfreiheit im Ausnahmezustand: Roman Brodmann Preis und Kolloquium

Für unabhängigen, investigativen Journalismus und Medienfreiheit

Freie Medien und Berichterstattung sind Fundamente einer resilienten liberalen, demokratischen Gesellschaft. Aus diesem Grund ist die Alfred Herrhausen Gesellschaft Partner des Roman Brodmann Preis und Kolloquium, der durch das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik und dem Haus des Dokumentarfilms ausgerichtet wird. Der Roman Brodmann Preis fördert den politisch-investigativen und gesellschaftlich relevanten Journalismus und zeichnet den besten Dokumentarfilm aus. Er wird erstmals am 28. April 2022 im Rahmen einer ganztägigen Konferenz vergeben.

Der Krieg in der Ukraine verdeutlicht die Notwendigkeit der freien Presse und Auslandsberichterstattung: Wo der Propagandakrieg eskaliert und gefälschte Videos sich flutartig im Internet verbreiten, braucht es einen investigativen Journalismus, der die Verbrechen des Krieges sichtbar macht. Doch Angriffe auf Journalist:innen, die über den russischen Angriff auf die Ukraine berichten, die Verschärfung von Zensur und Repressionen gegen Medienschaffende und drakonisch Strafen auf freie Meinungsäußerung innerhalb Russlands bedrohen die Medienfreiheit. Und auch in anderen Ländern befindet sich die Medienfreiheit in einem Ausnahmezustand. Weltweit gehen antilibertäre und antidemokratische Kräfte gegen eine unabhängige Berichterstattung vor.

In diesem Sinne steht das diesjährige Kolloquium unter dem Thema „Medienfreiheit im Ausnahmezustand“. Am Vormittag wird über die Situation in der Ukraine selbst sowie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten und Strategien zur Förderung von Medienfreiheit diskutiert. Es geht aber auch um kritische Stimmen aus Russland oder Belarus und die massive Bedrohung von Oppositionellen im eigenen Land. Und schließlich nimmt das Kolloquium deutschsprachige Medien und die Frage in den Blick, wie die notwendige Präsenz von unabhängigen Journalist:innen in Kriegsgebieten abgesichert werden kann.

Der Roman Brodmann Preis

Der Roman Brodmann Preis ist mit 10.000 € dotiert und würdigt den zeitkritischen und gesellschaftlich relevanten Dokumentarfilm. Namensgeber für die Auszeichnung ist der Schweizer Journalist und Filmemacher Roman Brodmann (1920-1990). Zusammen mit Mitstreitern steht er für die sogenannte „Stuttgarter Schule“, eine Gruppe von Autor:innen, die seit den 1960er Jahren die SDR-Sendereihe „Zeichen der Zeit“ zu einem Meilenstein der westdeutschen Fernsehgeschichte machte.

Das Programm zum Roman Brodmann Kolloquium finden Sie auf der Website des Institut für Medien- und Kommunikationspolitik.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an Matthias Weber.